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10006 Orientierung in der Siegel-Landschaft

Wofür stehen Umwelt- und Sozialsiegel? Was ist ihr inhaltlicher Anspruch? Wie glaubwürdig sind sie? Das Internetportal Siegelklarheit.de gibt Antworten auf diese Fragen. Es schafft damit eine Grundlage für den nachhaltigen Einkauf.
von:

1 Kein Buch mit sieben Siegeln

Siegelvielfalt
Die Zahl der Umwelt- und Sozialsiegel wächst rasant. Nach Angabe des Eco-Label-Index gibt es allein über 450 verschiedene Umweltzeichen in 25verschiedenen Produktgruppen. Zwei Drittel davon sind in den letzten zehn Jahren entstanden (Die Angabe bezieht sich auf Januar 2015 [1]). Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Schließlich belegt es, dass immer mehr Abnehmer einen Nachweis für eine umweltfreundliche und sozialgerechte Produktion verlangen. Die Siegelvielfalt birgt aber auch ein Risiko: Diejenigen, die die Produkte einkaufen, können kaum mehr überblicken, wofür ein Siegel steht und was es von anderen unterscheidet.
Salopp ausgedrückt: Vor lauter Siegeln sieht man den Inhalt nicht mehr. Wollen Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Einkäufer von Unternehmen und öffentlichen Institutionen wissen, was ein Siegel beinhaltet, so mussten sie bislang viel Zeit und Energie in die Recherche stecken. In der Praxis können und wollen viele das nicht. Hinzu kommt, dass die Siegel oft auf unterschiedlichen Systemen basieren. Dadurch sind sie ohne Hilfestellung kaum miteinander vergleichbar.
Trittbrettfahrer
Der „Boom” der Sozial- und Umweltsiegel weckt außerdem Trittbrettfahrer. Unter die vielen anspruchsvollen Siegel mischen sich auch solche, die wenig Inhalt haben oder sich auf Themen beziehen, die in der Herstellung des jeweiligen Produkts gar keine Rolle spielen. Das führt zu Verwirrung und Misstrauen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Es schadet damit auch den „guten” Siegeln: Aus Sorge vor Verbrauchertäuschung entscheiden sich einige ganz gegen gesiegelte Produkte. Und das, obwohl der Wunsch nachhaltig zu konsumieren durchaus groß ist. Das gilt zumindest für den Einkauf von Lebensmitteln. Laut einer Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vom Januar 2016 achten zwei Drittel der Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf häufig auf Nachhaltigkeit. Der Mangel an zuverlässigen Informationen gilt als eines der Haupthindernisse, diesen Wunsch in die Praxis umzusetzen. [2]

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